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Neuralgischer Punkt am Haus Altes Dach dicht machen: So sparen Sie auf einen Schlag bis zu 30 Prozent Heizkosten

 

Freitag, 11.12.2015, 14:42 · von FOCUS-Online-Autor Jörg Stroisch

 

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Ein Dachleck, durch das Wärme entweicht, ist im Winter leicht erkennbar

Die Stürme werden heftiger, der Windsog steigt. In Sachen Energieeffizienz ist das Dach der neuralgische Punkt des Hauses. Ein Satteldach ist dabei die häufigste Dachform in Deutschland – eine energetische Modernisierung aber dennoch selten nach Schema-F möglich.

Handwerk hat einen goldenen Boden. Das gilt auch für die 12.400 in Deutschland in die Handwerkerrolle eingetragenen Dachdecker. Die Branche hat bei gut 41 Millionen Wohneinheiten in Deutschland gut zu tun – denn nun packen die Hausbesitzer die energetische Sanierung an. Das macht auch Sinn. Denn: Wärme entweicht zuallererst nach oben, deshalb hat eine bessere Dämmung des Daches einen immensen Einspareffekt. Experten rechen vor, dass allein dadurch die Heizkosten um bis zu 30 Prozent sinken können.

Im Folgenden erklärt FOCUS Online die einzelnen Schritte, die bei der nachträglichen Dämmung eines Satteldaches erforderlich sind. Satteldächer sind die häufigste Dachform in Deutschland, bei der sich zwei geneigte Dachflächen am höchsten Punkt treffen.

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Energieeinsparverordnung schreibt Regeln vor

Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten: Das Dach selbst wird gedämmt oder die oberste Geschossdecke, wenn der Dachstuhl nicht als Wohnraum genutzt werden soll. Soll nur die oberste Geschossdecke gedämmt werden, sind die Regeln recht einfach: Um den maximal erlaubten Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 W/(m² K) nicht zu überschreiten, können direkt auf den Dachboden Wärmedämmmatten verlegt werden. Sofern hier niemand mehr herlaufen muss, ist das die einfachste und günstigste Lösung. Der Einspar-Effekt an Heizenergie ist gerade für die Obergeschosswohnungen immens. Die Dichtigkeit und Funktionsfähigkeit des Daches müssen natürlich dennoch sichergestellt werden. In diesem Fall reicht aber eine einfache Neueindeckung, sofern nicht durch einen Instandhaltungsstau schon größere Schäden am Dachgebälk entstanden sind.


Soll allerdings der gesamte Dachstuhl gedämmt werden, weil hier Wohnraum entstehen soll oder bereits besteht, dann darf auch hier später ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 W/(m² K) nicht überschritten werden. Dafür stehen drei Methoden zur Verfügung:

  • die Untersparrendämmung
  • die Zwischensparrendämmung und die
  • Aufsparrendämmung.

Die häufig verwandte Zwischensparrendämmung ist schon von der Systematik her komplizierter ist als die Aufsparrendämmung. Das hängt vor allem mit der sogenannten Dampfsperre zusammen. Sie wird auf der warmen Seite eines Bauteils angebracht, um die Wasserdampfdiffusion zu behindern und so eine hohe Durchfeuchtung der Dämmschicht zu verhindern. Die Dampfsperre muss bei der Zwischensparrendämmung wellenförmig gelegt werden.

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Bildquelle: Isover Dämmmatten für die Zwischensparrendämmung

Jürgen Lech, zertifizierter Sachverständiger für Dächer und Abdichtungen aus Essen, mahnt: „Ist die Dampfsperre nicht richtig gemacht, dann gerät Feuchtigkeit in die Konstruktion und alles schimmelt vor sich hin.“ Zudem hat die Dämmung ein ordentliches Gewicht: Womöglich muss dafür der Dachüberstand vergrößert werden. „Wenn die Sparren im Extremfall durchhängen, ist die gesamte Tragfähigkeit des Daches gefährdet.“ Noch komplizierter wird es, wenn auch neue Gauben eingesetzt werden sollen. Spätestens dann ist der Einsatz eines Statikers zwingend.

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Vorsicht bei Billig-Angeboten

Jetzt geht es an die Auswahl des richtigen Handwerkers. Reisenden Anbietern - die heute dort etwas machen und morgen schon nicht mehr greifbar sind – sollten Hausbesitzer mit Misstrauen begegnen. Wenn ein solcher Handwerker zum Beispiel die Dampfsperre für 6,50 Euro pro Meter anbietet, dann ist womöglich etwas faul an der Sache, denn alleine die Materialkosten einer vernünftigen Dampfsperre sind fast so hoch, den Arbeitslohn noch nicht mitgerechnet. Realistische Preise liegen bei 20 bis 25 Euro pro Quadratmeter.

Vorsicht ist auch geboten, wenn der Anbieter ständig seine Firmierung wechselt: Da könnte sich jemand seiner Verantwortung entziehen. Sogenannte Unternehmergesellschaften (UG) oder englische Limiteds mit nur einem Euro Stammkapital sind oft schwierig: Da das Haftungskapital gering ist, bleibt der Kunde im Ernstfall womöglich auf seinen Kosten sitzen.

„Der Billigste kann auch der Beste sein, denn manchmal gibt auch ein richtig satter Handwerker ein günstiges Angebot ab“, kommentiert Jürgen Lech: „Aber der Hausbesitzer sollte immer analysieren, wie der Preisunterschied zustande kommt.“ Dennoch mahnt er zur Vorsicht, kennt er doch die Tricks, mit denen Anbieter ihre Angebote kleinrechnen. Etwa durch das Weglassen von Abrisskosten. „Manchmal wird an der Qualität gespart. Manchmal auch später einfach Geld nachgefordert. Zum Beispiel, wenn erforderliche Leistungen nicht oder nur als Einzelpreis im Angebot enthalten sind“, so Lech.

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Wohlfühlen im Dachgeschoss- das geht nur, wen das Dach gut gedämmt ist

Pfusch wird sehr teuer

Wurde dann richtig gepfuscht, ist es für den Hausbesitzer meist bitter: „Im Extremfall kann eine Komplettsanierung eines solchen Daches notwendig sein“, so Lech. Das einfachste Mittel dagegen: Bei der Wahl des Dienstleisters auf die örtliche Nähe des Dachdeckers, eine solide Firmengrundlage und eine Innungsmitgliedschaft achten. Dann kann sich der Handwerker Pfusch kaum leisten. Auch sollte sich der Bauherr Referenzen benennen lassen - und diese auch kontrollieren.

Eine pauschale Aussage, wie teuer ein neues energetisches Dach ist, lässt sich nicht treffen. Dafür sind die Anforderungen einfach zu unterschiedlich. Die Stundenlöhne liegen bei etwa 40 bis 60 Euro. Für eine komplette Neueindeckung mit energetischer Dämmung eines Einfamilienhauses benötigt der gut ausgestattete Dachdecker mit einem Team von mehreren Leuten etwa 14 Tage.


EPDM-Planen - Maßanzug fürs Flachdach

http://allgemeinebauzeitung.de/

 

HAMBURG (ABZ). - Bei der Entscheidung für das richtige Material können zahlreiche Werkstoffe und Systeme, die zur Abdichtung von Flachdächern geeignet sind, die Wahl zur Qual machen. Oft ist es sogar für den Fachmann schwierig, den Durchblick zu behalten. Dabei liegt die Lösung praktisch auf der Hand: Bereits vor Jahrzehnten erkannte man die Vorteile polymerer Werkstoffe und in der Abdichtung von Flachdächern eroberte sich EPDM mit seinen positiven Langzeiteigenschaften weltweit eine führende Position. Die ältesten Flachdächer sind inzwischen über 50 Jahre jung, heißt es vonseiten der Carlisle Construction Materials (CM) Europe Gruppe. Eine Bestätigung dafür, dass Flachdächer durchaus zeitgemäß sein können, wenn sie richtig und dauerhaft mit EPDM abgedichtet werden.

 

Marc Müller, Leiter Anwendungstechnik bei der Carlisle CM Europe Gruppe, Europas führendem Hersteller von EPDM-Produkten, betont: "Es kommt bei der professionellen Flachabdichtung nicht nur darauf an, das richtige Material und die passende Verlegetechnik zu kombinieren. Die Ausführung sollte unbedingt durch einen erfahrenen Handwerker durchgeführt werden. Wir bei Carlisle CM Europe legen viel Wert auf eine umfassende Schulung der Verarbeiter, die unser Material einsetzen. In unseren eigenen Schulungszentren in Hamburg und den Niederlanden werden die Handwerker für die Verlegung unserer Produkte qualifiziert."

 

EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kautschuk. Es handelt sich hierbei um einen Synthesekautschuk, der aus den Raffinerie-Folgeprodukten Ethylen und Propylen hergestellt wird. Beim Naturkautschuk sind die Materialeigenschaften wie Elastizität, Dehnung, Kälteflexibilität, Zugfestigkeit und Wärmebeständigkeit praktisch nicht beeinflussbar. Beim Synthesekautschuk hat der Chemiker jedoch die Möglichkeit, durch die Wahl und Beeinflussung der Ausgangsprodukte und Molekularstruktur, also der Bauweise der Polymere, einen Kautschuk nach Maß herzustellen. Die Werkstoffeigenschaften können präzise auf den Anwendungszweck und seine Anforderungen zugeschnitten werden. EPDM ist bspw. extrem alterungsbeständig. So wurde ihm in einer Studie des SKZ Würzburg eine Gebrauchsdauer von über 50 Jahren bescheinigt. Zudem ist das Material hochelastisch und das in einem extrem breiten Temperaturbereich von –45 °C bis + 120 °C. Ein sehr wichtiger Faktor bei Temperaturschwankungen, die infolge des Klimawandels immer häufiger vorkommen. Man denke nur an einen Temperatursturz im Sommer durch einen plötzlich einsetzenden Regenschauer, durch den die Dachoberfläche innerhalb kürzester Zeit um ca. 60 °C abgekühlt wird. Hierbei entstehen Kontraktionen im gesamten Dachschichtenpaket, die dann kompensiert werden müssen. EPDM erfüllt diese Anforderungen mit einer Dehnbarkeit von bis zu 500 % und dies bei einer reversiblen Rückstellung von nahezu 100 %. Dieser Werkstoff entspricht den in der Stoffnorm DIN EN 13956 geforderten Werten bzw. übertrifft diese sogar zum Teil, wie entnommene Proben aus über 50 Jahre alten und absolut dichten Dächern bestätigen.

 

Weitere werkstoffspezifische Eigenschaften von EPDM sind seine Bitumenverträglichkeit, UV-/IR-Beständigkeit, Oxidations- und Wärmebeständigkeit. EPDM hat eine geringe Brandlast und ein geringes Flächengewicht. Dies ist oft wichtig bei Sanierungen. Darüber hinaus ist das Material hagelbeständig und kennt somit das Problem Shattering nicht. Es zeichnet sich durch eine Wurzelfestigkeit nach FLL aus und ist somit bestens für Gründächer geeignet.

 

Werden EPDM-Bahnen zur Flachdachabdichtung eingesetzt, werden die einzelnen Bahnen vor Ort zu einer Fläche miteinander verbunden. Eine interessante Alternative hierzu stellt der Einsatz von werkseitig vorkonfektionierten EPDM-Planen dar, die für die spezifischen Anforderungen des Bauherrn maßgeschneidert wird. Carlisle CM Europe bietet über 50 Jahre Erfahrung und Kompetenz in der Fertigung von Hertalan easy cover EPDM-Planen. So wird die Dachabdichtung in einem Stück auf die Baustelle geliefert und vor Ort erfolgen nur noch maximal 5 % manuelle Nahtfügungen. Die EPDM-Planen werden im sogenannten Hot-Bonding-Verfahren gefertigt, einem Heiß-Vulkanisationsverfahren. Hierbei handelt es sich nach eigenen Angaben um ein sehr sicheres Verfahren zur Verbindung von EPDM-Bahnen. Durch die Vulkanisation entsteht eine homogene stoffliche Verbindung aus der Vernetzung der Molekularstruktur der Bahnen. Die werkseitig hergestellten Nahtverbindungen bedeuten an jeder Stelle der Flachdachabdichtung die gleichen physikalischen Eigenschaften.

 

Hertalan easy cover kann in Planengrößen von bis zu über 1000 m² am Stück geliefert werden. Dies garantiert eine sehr schnelle Objektabwicklung, die gerade auch im Frühjahr mit seinen unbeständigen Witterungsverhältnissen ein wichtiges Kriterium ist. Schnelle, einfache und sichere Flachdachabdichtung, die auch noch den Nachhaltigkeitsgedanken unterstützt: Hertalan easy cover ist mit einer Environmental Product Declaration (EPD) zertifiziert und bei der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) gelistet. Bei sortenreiner Rückgabe kann das Material auch wiederverwertet werden.